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Wissenswertes

Umkehrosmosetechnik

Umkehrosmose gereinigtes "Baby-Wasser" wird von einem namhaften Hersteller für Babynahrung im Tetrapak angeboten. Für die Ernährungsexperten des Babynahrung-Herstellers steht fest: Wasser sollte für Kleinkinder möglichst wenig Mineralien enthalten. 

Denn ihre Nieren müssen wegen des schnellen Wachstums besonders viel leisten und werden durch einen hohen Gehalt an anorganischen Salzen nur unnötig stark beansprucht. Die Versorgung mit Mineralien ist durch die feste Nahrung in viel stärkerem Maße gewährleistet, als dies je durch Wasser möglich wäre. Im Wasser bildet das lebenswichtige Kalzium ein anorganisches Bikarbonat, welches in dieser Form vom Körper nicht aufgenommen werden kann. In der Nahrung ist das Kalzium an Kohlenstoffe gebunden und wird somit  bioverfügbar. Sie können sich mit unseren Wasserfilter ihr eigenes Baby-Wasser herstellen, für ca. 5 Ct. / Liter!

Umkehrosmose ist heute der Industriestandard - auch in Deutschland. In den USA arbeiten schon seit vielen Jahren große Flaschenabfüllanlagen auf Umkehrosmose-Basis. Bonaqua von Coca-Cola ist hier nur ein Beispiel. Es gibt sehr viele Anwendungen - z.B. die preiswerte Herstellung von exzellentem Wasser - anstatt dem Tragen von schweren Mineralwasserkästen. Die beliebten Wassersprudler werden mit bakteriologisch einwandfreiem Wasser betrieben und so die gefährliche Nachverkeimung der Brause vermindert. Kaffee und Tee schmecken vorzüglich.
Der Alterungsprozeß der Zellen wird durch Befreiung von mineralischen Ablagerungen aufgehalten.

Keimbildung im Trinkwasser

Die Keimbildung wird durch Glas/Edelstahl als Aufbewahrungsmedium minimiert. Die Gefahr der Keimbildung im Wasser ist jedoch relativ, da es sich nicht um pathogene Keime handelt.  Milch- und Fleischprodukte, Säfte, aber vor allem unser Speichel und die Mundschleimhäute enthalten wesentlich mehr Keime, als selbst warmes Brackwasser. Eine geringe Gefahr geht von der Nachverkeimung im Speichermedium, abhängig von der Lagerdauer und Temperatur aus, die aber bei unseren Geräten durch einen nachgeschalteten Aktivkohlefilterblock ebenfalls unterbunden wird.

Bioverfügbarkeit von Mineralien im Wasser

Mineralien müssen im Verbund mit anderen Mineralien und Vitaminen vorliegen, um vom Körper richtig aufgenommen zu werden.  So ist zum Beispiel die Kalziumaufnahme nur als organisches Kalziumphosphat gewährleistet. Reines Kalziumkarbonat, wie es z.B. in hartem Wasser vorliegt, lagert sich dagegen in den menschlichen Zellen ab, es bildet den "Anker" für sogenannte  arteriosklerotische Plaques, Nieren- und Blasensteine und muss erst wieder in Kalziumphosphat umgewandelt werden, um in die Knochendepots eingelagert werden zu können. Dies geschieht zum Beispiel durch das Energiemolekül ATP (Adenosin-Tri-Phosphat), welches in großen Mengen in Früchten vorhanden ist. Ist Flaschenwasser  sinnvoll und ökologisch noch vertretbar? Im vergangenen Jahrzehnt hat sich Mineralwasser europaweit zu einem Lifestyle-Produkt hinauf gesprudelt. Allein die deutsche Mineralwasserindustrie füllte 2005 insgesamt 18,5 Mrd. Flaschen ab, bei einem Umsatz von 7,6 Mrd. Euro - Tendenz steigend.

Deutschland ein Brunnenland?

Alljährlich gehen so 27.000.000.000 Flaschen auf die Reise (die französischen und italienischen nicht gerechnet!). Den Anteil dieser Transporte am deutschen Autobahnstau darf jeder selbst abschätzen, ebenso die Energiemenge, die dabei verbraucht wird. Dabei wäre es doch so einfach und preiswert den Bedarf zuhause selbst herzustellen. Verständlich, dass allmählich das Umweltgewissen die 242 deutschen Mineralbrunnenbetreiber drückt. Umwelt-Aktionen, Sponsoring, umweltfreundliche Etikettenkleber und Flaschenreinigung, Großreinigungsanlagen in den Abfüllanlagen sollen uns über die Frage nach Sinn und Unsinn des Geschäfts mit "sprudelndem Salzwasser" hinweghelfen?

Das Lobbyargument vieler Mineralwasserhersteller und Wasserwerksbetreiber "Lebenswichtige Mineralien" ist schlichtweg ein gelungener Werbe-Schwindel. Im Mineralwasser liegen sie in ernährungsphysiologisch unbedeutenden Mengen vor. Beispiel Kalium: Tagesbedarf laut DGE: 3000-4000 mg; In Mineralwasser gelöst: meist unter 10 mg pro Liter. Beispiel das wichtige Kalzium - in 10°dH hartem Wasser befindet sich in einem Liter gerade einmal 100mg anorganisches Kalziumoxid (CaO). Kinder haben einen Mindestbedarf von ca.1000mg/täglich. Rechnen Sie sich bei Ihrer Wasserhärte die Zahl der Liter aus, die pro Tag getrunken werden müssten, damit nur der Mindestbedarf der gesamten Familie gedeckt wird. Mineralien werden zudem erst bioverfügbar, wenn sie - wie in Mineralpräparaten üblich - in ausgewogenen Verhältnissen und organisch gebunden vorliegen. Beispiel: In einem Liter Milch liegt Kalzium mit 1200mg in organisch gebundener Form vor.

Deshalb, glauben Sie nicht alles, was Ihnen die Werbung verspricht. Besonders dann, wenn es um Ihre Ernährung und damit um Ihre Gesundheit geht.

Osmosewasser – was ist Wasser aus der Umkehrosmose?

Osmosewasser. Klingt irgendwie künstlich. Technisch. Steril. Ein Begriff, der bislang hauptsächlich Besitzern von Aquarien bekannt war, die ihre Fische mit einem besonders weichen und reinen Wasser bei Gesundheit erhalten möchten. Doch immer mehr Menschen schwören auch bei ihrem Trinkwasser auf den gesundheitlichen Wert von Osmosewasser. Was ist also dran an Osmosewasser als Lebensmittel?

  • Was ist Osmosewasser?
  • Warum sollten wir Osmosewasser trinken?
  • Multitalent Osmosewasser

Was ist Osmosewasser?

Die Bezeichnung Osmosewasser ist ein wenig missverständlich. Unter Osmose versteht man nämlich einen physikalischen Prozess, mit dem die Natur nach Ausgleich strebt. Stellen Sie sich zwei Behälter vor, die beide Wasser mit einer unterschiedlich hohen Konzentration an gelösten Salzen enthalten. Die Wasserbehälter sind nur durch eine halbdurchlässige Membran getrennt: Wasser kann durch diesen Filter hindurchfließen, die größeren Salzmoleküle jedoch nicht. Der osmotische Prozess sorgt nun dafür, dass Wasser von der Seite mit der niedrigeren Salzkonzentration auf jene mit der höheren fließt. Und zwar solange, bis beide Behälter den gleichen Gehalt an Salz aufweisen. Dieser Vorgang ist essenziell für alles Leben, weil zum Beispiel die Nährstoffversorgung menschlicher, tierischer und pflanzlicher Zellen davon abhängt.

Mit Osmosewasser ist in Wirklichkeit aber Wasser gemeint, das durch Umkehrosmose entsteht. Die Umkehrosmose ist in gewisser Hinsicht das Gegenteil der Osmose. Anstelle des Ausgleichs wird größtmögliches Ungleichgewicht angestrebt. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Nicht eine gleich hohe Salzkonzentration beiderseits der Membran ist das Ziel, sondern ein maximaler Salzgehalt auf der einen Seite und ein vollkommen salzfreies Wasser auf der anderen. Darum wird Umkehrosmose unter anderem auch zur Entsalzung von Meerwasser herangezogen.

Entscheidend dafür, warum wir uns – vor allem im Zusammenhang mit unserer Gesundheit – damit beschäftigen sollten, ist jedoch, was am Ende entsteht: Osmosewasser als hochgradig reines Trinkwasser.

Warum sollten wir Osmosewasser trinken?

Gesundheit ist wie ein präzise arbeitendes Uhrwerk: viele Zahnräder, Gewichtszüge und Schwungsysteme müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein und harmonisch zusammenarbeiten, damit die Uhr auch in Jahrzehnten noch die korrekte Zeit anzeigt. Ähnliches gilt auch für unseren Körper, wenn wir ihn gesund erhalten wollen. Es gibt allerdings einige Abläufe in unserem Organismus, die besonders essenziell sind und ohne deren reibungsloses Funktionieren fast zwangsläufig Krankheiten entstehen:

  • Die Grundbausteine unseres Körpers, die einzelnen Zellen, müssen ausreichend und regelmäßig mit Nährstoffen versorgt werden.
  • Abfallprodukte des Stoffwechsels und Gifte müssen rasch und zuverlässig ausgeschieden werden.

Osmosewasser ist die Voraussetzung, dass diese Prozesse in bestmöglicher Weise ablaufen können. Genauer gesagt geht es dabei um reines Wasser. Denn je weniger Stoffe im Wasser gelöst sind, desto besser kann es diese überlebenswichtigen Transportfunktionen erfüllen. Das ist wie bei einem LKW, der nur dann Güter aufnehmen und transportieren kann (Nährstoffe zu den Zellen, Gifte aus dem Körper hinaus), wenn sein Laderaum nicht bereits bis an den Rand gefüllt ist.

Der Punkt ist, dass Umkehrosmose das derzeit zuverlässigste Verfahren darstellt, um solch reines Wasser zu produzieren. Mehr als 30.000 verschiedene Stoffe können in unserem Leitungswasser gelöst sein. Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, lediglich 32 davon zu prüfen. Bei Mineral- und Tafelwasser sind es überhaupt nur zehn Inhaltsstoffe, die gemessen und bei denen gewisse Grenzwerte eingehalten werden müssen. Für die meisten gibt es noch nicht einmal Nachweisverfahren. Moderne Umkehrosmose-Anlagen mit ausgereiften Filtersystemen sind heute in der Lage, bis zu 99,9 % all dieser unerwünschten und vielfach schädlichen Stoffe – Schwermetalle, Nitrate, Chlorverbindungen, Pestizide, Medikamentenrückstände, Hormone, radioaktive Substanzen, Bakterien, Keime, Pilzsporen, Parasiten und Kalk – zuverlässig aus dem Leitungswasser zu filtern.

So wie Meerwasser-Entsalzungsanlagen völlig salzfreies Wasser produzieren, entsteht durch Umkehrosmose absolut reines, weiches Wasser. Dieses Osmosewasser ist für den Körper ein ideales Transportmittel. Es löst Nährstoffe aus der Nahrung und bringt sie zu den Zellen. Anschließend nimmt es Schlacken und Gifte auf und befördert diese über die Nieren und andere Ausscheidungsorgane aus dem Organismus hinaus.

Osmosewasser hat ähnliche Eigenschaften wie reines Gletscherwasser, von dem vermutet wird, dass es Naturvölkern in Hochgebirgsregionen zu lebenslanger Gesundheit verhilft. Mit dem Entgiften und Entschlacken sorgt es auch für eine reine Haut und stärkt die Immunkräfte. Das ist aber noch lange nicht alles…

Multitalent Osmosewasser

Neben dem gesundheitlichen Wert bietet Osmosewasser noch eine Reihe weiterer Vorteile für unser alltägliches Leben:

  • Körperpflege: Haut und Haare werden weicher und glatter, man braucht weniger Shampoo oder andere Pflegemittel.
  • Kochen: Der Eigengeschmack von Lebensmitteln wird besser, da er nicht mehr durch im Wasser gelöste Stoffe verfälscht wird. Beim Trinken ist Osmosewasser besonders durststillend und schmeckt angenehm weich.
  • Reinigung: Mangels Kalk trocknet Osmosewasser fleckenfrei, der Putzmittel-Einsatz reduziert sich (das gilt natürlich auch für die Scheibenwaschanlage in Autos).
  • Haushalt: Kaffeemaschinen, Dampfbügeleisen, Luftbefeuchter und andere wasserführende Geräte haben eine deutlich längere Lebensdauer und müssen nicht mehr entkalkt werden.
  • Pflanzen: wachsen schneller, kräftiger und blühen länger; Schnittblumen bleiben länger frisch.

Und weil ich eingangs Aquarien-Besitzer erwähnt habe, die zumeist schon positive Erfahrungen mit Osmosewasser bei ihren Fischen gesammelt haben: Reines Wasser wird natürlich von allen (Haus-) Tieren bevorzugt. Machen Sie einfach die Probe aufs Exempel und bieten Sie Ihrem Liebling drei Wasserschüsseln an – eines mit Leitungswasser, eines mit kohlensäurefreiem Mineralwasser und das dritte mit Osmosewasser. Ihr Haustier wird sich instinktiv letzterem zuwenden.

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